Uri Jerzy Nachimson
Innerhalb einer extremistischen jüdischen Gemeinschaft, abgeschottet von der Außenwelt und beherrscht von Angst und blindem Gehorsam, entsteht eine Liebe zwischen einem Jungen und einem Mädchen. Es ist eine stille, unschuldige Liebe - eine, die nicht rebellieren will, sondern einfach existieren möchte. Als die Gemeinschaft davon erfährt, reagiert sie schnell und grausam: Sie trennt die beiden, bestraft sie und löscht jede Spur dessen aus, was war. Das Leben innerhalb der Sekte ist hart und erstickend, und vom Einzelnen wird erwartet, dass er das eigene Selbst dem Kollektiv opfert. Doch selbst wenn der Körper auseinandergerissen wird und alle Wege versperrt werden, weigert sich die Liebe zu sterben. Sie verändert ihre Gestalt und überlebt in der Erinnerung, in der Sehnsucht und in der zerbrechlichen Hoffnung auf ein anderes Leben.