Daniel Kohlstadt
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 2,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: Der französische Künstler André Masson (1896-1987) zählt mit seinem höchst umfangreichen Werk, welches über die Jahre hinweg durch einen permanenten stilistischen Wandel geprägt ist, zu einem der vielfältigsten Persönlichkeiten im Frankreich des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Neben zahlreichen Gemälden und Zeichnungen entstehen Bühnenbilder, Skulpturen, Kostüme und Buchillustrationen, aber auch kunsttheoretische Vorträge, Aufsätze und antifaschistische Schriften. In jungen Jahren zunächst stark vom Kubismus beeinflusst, schließt sich Masson nach dem Ende des 1. Weltkriegs der neuen Bewegung der Surrealisten an und entwickelt in seiner Kunst einen spontanen, psychischen Automatismus, den er aus der Imagination schöpft. Er wird damit einer der ersten Maler, welche bewusst nach einem Zugang zum Irrationalem suchen, um die eigenen, inneren Visionen Realität werden zu lassen. Die daraus resultierenden automatischen Zeichnungen (dessins automatiques) von 1924-25 und die sogenannten Sandbilder von 1926-1927 markieren einen entscheidenden Wendepunkt in Massons Werk und begründeten gleichzeitig seinen internationalen Ruhm in der surrealistischen Bewegung. Doch was verstand Masson unter einem psychischen Automatismus? Inwiefern beeinflusste der Automatismus seine Werke? Wodurch sollte sich seine Theorie des Automatismus von anderen Künstlern unterscheiden? Mit diesen Fragen soll sich die vorliegenden Hausarbeit nun genauer auseinandersetzen. Dazu soll im Hauptteil zunächst ein kurzer Überblick über die Ausgangssituation der Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts stattfinden, auf dessen Grundlage dann im weiteren Verlauf der Arbeit eine Analyse von Massons automatischen Zeichnungen erfolgt. Abschließend soll geklärt werden, inwiewe